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ÖAMTC Winterreifen Test 2014

WILLREIFEN.at präsentiert Ihnen den ÖAMTC Winterreifentest 2014

Auch 2014 hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen europäischen Partnern - die in Österreich bekanntesten sind Verein für Konsumenteninformation, ADAC und Stiftung Warentest - eine große Anzahl von gebräuchlichen Winterreifen-Modellen getestet. 28 Reifen waren am Start, jeweils 14 Modelle in den Dimensionen 175/65 R14 T (für kleinere Fahrzeuge) bzw. 195/65 R15 T (für Kompakt- und Mittelklasse).

Ergebnisse im Detail:

In beiden Dimensionen sind die Resultate ähnlich. Je vier Modelle haben sich die Note "sehr empfehlenswert" gesichert, während jeweils zwei Reifen mit "nicht empfehlenswert" bewertet wurden." Daneben gibt es ein breites Mittelfeld - 15 Winterreifen erreichten ein "empfehlenswert", ein Modell aus der größeren Dimension ist "bedingt empfehlenswert".

"Damit konnten mehr als drei Viertel der getesteten Winterreifen gute bis sehr gute Ergebnisse einfahren. Grundsätzlich ein gutes Resultat, das auch den strengen Produkttests des ÖAMTC und seiner Partner zu verdanken ist", hält ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel fest. "Übrigens: Einige Winterreifenmodelle, die diese Saison neu auf den Markt kommen, waren zu Testbeginn leider noch nicht in Serienausführung verfügbar. Daher fehlen einige bekannte Namen.

 
Testergebnisse der Dimension 175/65 R14 T
Die Dimension 175/65 R14 T ist eine typische Winterreifengrößen im Kleinwagensegment.
Vier Reifenmodelle zeigten bei allen Disziplinen gutes bis sehr gutes Niveau und wurden daher mit „sehr empfehlenswert“ beurteilt: Continental ContiWinterContact TS850, Dunlop SP Winter Response 2, Michelin Alpin A4 und Firestone Winterhawk 3. Die anderen Modelle dieser Dimension wurden überwiegend wegen ihres Verhaltens bei Nässe abgewertet. Bei zwei Reifenmodellen führte das Nässeverhalten zur Bewertung „nicht empfehlenswert“.
Zwei Modelle, von Toyo und Star Performer, waren in der Dimension 175/65 R14 T nur mit dem erhöhten Lastindex 86 erhältlich und wurden daher in dieser Ausführung mitgetestet. Sie können aber bedenkenlos auch auf Fahrzeugen verwendet werden, die nur den üblichen Lastindex 82 vorgeschrieben haben.
 
Testergebnisse der Dimension 195/65 R15 T
Die Dimension 195/65 R15 T ist eine der meistverkauften Winterreifengrößen. Sie ist geeignet für neuere Kompaktfahrzeuge und für ältere Pkw-Modelle bis in die Mittelklasse.

In dieser Dimension konnte an vier Modelle die begehrte Beurteilung „sehr empfehlenswert“ vergeben werden: Continental ContiWinterContact TS850, Bridgestone Blizzak LM001, Dunlop SP Winter Sport 4D und Semperit Speed-Grip 2. Zwei Modelle mussten, wegen ihres Verhaltens auf nasser Fahrbahn, mit „nicht empfehlenswert“ beurteilt werden.
Auch in dieser Dimension erfolgte eine etwaige Abwertung zumeist auf Grund der Nässeeigenschaften.

Zusammenfassung der Ergebnisse:

Nassgriffeigenschaften sind auch im Winter das Um und Auf

Beim aktuellen ÖAMTC-Winterreifentest hat sich einmal mehr gezeigt, dass viele der Modelle auf Schneefahrbahn gut funktionieren. "Jedoch ist in weiten Teilen Österreichs die Fahrbahn auch im Winter häufiger nass als schneebedeckt", gibt der ÖAMTC-Experte zu bedenken. "Dementsprechend wichtig sind auch bei den Winterreifen gute Nassgriffeigenschaften."

Schwäche bei Nässe ist meist Grund für Abwertung

Bei vier Modellen hat ihre Schwäche bei Nässe zur Note "nicht empfehlenswert" geführt: Cooper WM-SA2 und Star Performer SPTS (lt. Anbieter geändert ab Produktion Kalenderwoche 22/2014) aus der Dimension 175/65 R14 T sowie Infinity Winter-Hero INF-049 und Achilles Winter 101 aus der Dimension 195/65 R15 T. Ein weiterer Reifen dieser Dimension (Matador MP92 Sibir Snow) ist aufgrund seiner Nassgriffeigenschaften "bedingt empfehlenswert".

Mit "sehr empfehlenswert" beurteilte Reifen

Generell konnten alle Reifen mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" mit ausgewogenen Eigenschaften in sämtlichen Testkriterien punkten. Neben dem Continental ContiWinterContact TS850, der in beiden getesteten Größen überzeugen konnte, waren das in der kleineren Dimension der Dunlop SP Winter Response 2, der Michelin Alpin A4 und der Firestone Winterhawk 3 bzw. in der größeren Dimension der Bridgestone Blizzak LM001, der Dunlop Winter Sport 4D und der Semperit Speed-Grip 2.
 
Fragenkatalog zum ÖAMTC Winterreifentest 2014

Wer sind die Partner beim ÖAMTC Reifentest?

Die Reifentests des ÖAMTC und seiner Partner sind ein europaweites Projekt, sie werden in einem internationalen Testkonsortium durchgeführt. Dieses Testkonsortiums besteht aus europäischen Mobilitätsclubs und Konsumentenschutz-organisationen.

Die in Österreich bekanntesten Partner sind – neben dem ÖAMTC – der deutsche ADAC, der schweizerische TCS, die deutsche Stiftung Warentest und der österreichische Verein für Konsumenteninformation. Die Projektleitung der Reifenvergleichstests hat das technische Zentrum Landsberg des ADAC inne.

Wie werden die Modelle ausgewählt?

Die zu testenden Reifendimensionen werden im Testkonsortium diskutiert und festgelegt. Dabei spielen Kriterien wie Marktstärke oder Aktualität eines früheren Tests wichtige Rollen. Auch die Auswahl der Reifenmodelle richtet sich nach den Verhältnissen am Markt. Ziel ist es, die gesamte Preisspanne von der Premiummarke bis zum günstigen Preissegment abzubilden.

Wieso sind einige neue Modelle bekannter Hersteller heuer nicht im Test vertreten?

Einige heuer neu auf den Markt gekommene Winterreifenmodelle bekannter Hersteller waren zu Testbeginn noch nicht in Serienausführung verfügbar.

Wie werden die Testreifen eingekauft?

Durch einen mehrstufigen Einkaufsprozess an verschiedenen Orten wird sichergestellt, dass die getesteten Reifen dem Serienstand entsprechen.

Es werden insgesamt 28 Reifen je Modell im öffentlichen Handel eingekauft. 24 Reifen werden zur eigentlichen Testdurchführung vor Testbeginn gekauft. Anhand eines weiteren Satzes mit vier Reifen, der zu einem späteren Zeitpunkt bei einem anderen Händler gekauft wird, kann überprüft werden, ob die Qualität der Serie entspricht. Bestehen nur geringste Zweifel, werden weitere Reifen verdeckt gekauft und Zusatztests durchgeführt. In einem dritten Einkaufsschritt können zusätzlich Stichproben kurz vor Veröffentlichung gekauft und in einigen wenigen, aber aussagekräftigen Kriterien nachgetestet werden.

Worauf muss ich achten, wenn ich mein Auto mit einer anderen Reifenbreite ausstatten will?

Es dürfen nur die in den Genehmigungsdokumenten (z.B. dem Typenschein) eingetragenen Reifen- und Felgendimensionen am Fahrzeug montiert werden. Auf jeden Fall muss geklärt werden, ob bei der gewünschten Reifenbreite weiterhin Schneeketten montiert werden können.

Ich habe eine andere Dimension als im Test angeführt, kann ich den Test trotzdem heranziehen?

Für benachbarte bzw. ähnliche Dimensionen kann man sich an den Ergebnissen bzw. Empfehlungen orientieren.

Bis ins letzte Detail gelten die angeführten Ergebnisse allerdings nur für die getestete Reifendimension. Da es sich bei den Testdimensionen um die meistverkauften Reifengrößen handelt, sind dies oft auch die Entwicklungsdimensionen der Hersteller. Dann sind ähnliche bzw. benachbarte Dimensionen davon abgeleitet und haben ähnliche Eigenschaften. Es lohnt aber sicher auch, bei älteren Reifentests nachzusehen, ob vielleicht gerade die benötigte Dimension dabei ist. Besonders bei ein bis zwei Jahren alten Tests sind viele der getesteten Modelle noch am Markt erhältlich.

Wieso kann ein gleiches Modell eine andere Bewertung als voriges Jahr bekommen?

Letztes Jahr wurden, wie üblich, andere Reifendimensionen als heuer getestet. Daher ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass es zu unterschiedlichen Beurteilungen kommen kann. Außerdem werden alle Bewertungen immer relativ zum gesamten Testfeld vorgenommen. Daher könnte ein Modell auch schlechter beurteilt werden, weil z.B. die Konkurrenzmodelle besser wurden.

Soll man bei geringer Jahres-Kilometerleistung nicht besser Ganzjahresreifen verwenden?

Ganzjahresreifen können immer nur ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen sein. Die beste Sicherheit bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen können nur Winterreifen bieten.

Wie alt darf ein Reifen sein (Produktionsdatum) damit er auch verkauft werden darf?

Es gibt keine gesetzliche Regelung, wie alt ein Reifen beim Verkauf sein darf. Der ÖAMTC ist aber der Meinung, dass ein maximal drei Jahre nach Produktionsdatum sachgemäß gelagerter Reifen den Qualitätsansprüchen eines Neureifens gleichen Modells entspricht. Hier ist allerdings eventuell zu berücksichtigen, dass der Kunde bei solchen Reifen auf den Technologiefortschritt neuerer Reifenmodelle verzichten muss.

Wieso ist die Verschleißprüfung beim Reifentest so wichtig?

Nur wenn, neben allen anderen getesteten Kriterien, auch die Verschleißfestigkeit überprüft wird, erhält der Konsument ein vollständiges und damit richtiges Bild der Eigenschaften des Reifenmodells. Sollten sehr gute Nassgriffeigenschaften durch eine Verringerung der Abriebsfestigkeit erreicht werden, ist das weder im Sinne des Konsumenten noch schont es Umwelt und Ressourcen.

Wie wird die Gesamtnote errechnet?

Die Gesamtnote resultiert prinzipiell aus den gewichteten Noten der Einzelkriterien. Bei Reifen die mit weniger als 4 Sternen beurteilt wurden, entspricht die Gesamtnote der schlechtesten Note der Prüfkriterien Trocken, Nässe, Schnee, Eis, Schnelllauf, Kraftstoffverbrauch und Verschleiß.

Wie erfolgt die Reihung der Reifenmodelle?

Die Reifenmodelle werden nach ihrer Gesamtnote gereiht. Bei gleicher Gesamtnote erfolgt die Reihung alphabetisch nach dem Herstellernamen.

Was ist der Unterschied zwischen der M+S-Kennung und dem Schneeflocken-Symbol?

Die M+S-Kennung ist derzeit die einzige in Europa rechtlich gültige Winterreifen-Kennzeichnung. Es gibt allerdings keine ausreichende Definition, welche Eigenschaften M+S-markierte Reifen aufweisen müssen. Daher können z.B. auch Sommerreifen ungestraft mit M+S gekennzeichnet werden.

Das Schneeflockensymbol (genauer: Schneeflocke in dreizackigem Berg) kennzeichnet Reifen, die nach einem Amerikanischen Testverfahren ein Mindestmaß an Schneegriffeigenschaften aufweisen müssen. Es hat in Europa noch keine rechtliche Bedeutung. Man kann aber davon ausgehen, dass mit diesem Symbol gekennzeichnete Reifen Winter- oder zumindest Ganzjahresreifen sind. Hier noch die Abbildung des Symbols, da etliche Reifenhersteller Schneeflocken in den unterschiedlichsten Formen auf der Reifenseitenwand abbilden:

schneeflocken symbol klein.jpg
Schneeflockensymbol am Reifen

Was ist das „Reifenlabel“?

Seit 01.11.2012 müssen alle in der EU verkauften Pkw-Reifen mittels Aufkleber oder durch Information im Verkaufsraum mit einem sogenannten „Reifenlabel“ gekennzeichnet werden. Auf diesem Reifenlabel ist, ähnlich der bekannten Energieverbrauchskennzeichnung bei Haushaltsgeräten, eine Einstufung des Rollwiderstandes (damit wird der Kraftstoffverbrauch beeinflusst) und des Bremsweges bei Nässe sowie ein Zahlenwert plus Symbol für die Geräuschemission des Reifens bei der Vorbeifahrt angegeben.

In welchem Land werden welche Modelle hergestellt?

Als ergänzende Information ist beim heurigen Reifentest auf den Einzelseiten der Reifenmodelle das Herstellungsland der getesteten Reifen angeführt. Viele Reifenhersteller haben aber Produktionsstätten in verschiedenen Ländern. Gleiche Modelle und Dimensionen werden daher oftmals in verschiedenen Ländern produziert. Es kann daher vorkommen, dass im Handel gleiche Modelle aus verschiedenen Produktionsländern angeboten werden.

Geschwindigkeitsindex Pkw-Winterreifen

  • Q 160 km/h
  • R 170 km/h
  • S 180 km/h
  • T 190 km/h
  • H 210 km/h
  • V 240 km/h