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ACE Sommerreifen Test 2014

Auto Club Europa - Der Sommerreifentest 2014

Der erste Sommerreifentest des Jahres ist eingetroffen. Der Auto Club Europa (ACE) hat zusammen mit der Gesellschaft für technische Überwachung, 11 Modelle in der Reifengröße 225/45 R 17 vorwiegend für die Mittelklasse untersucht. Überraschung – auch günstigere Reifen haben im Test durchaus gut abgeschnitten.

Wer , was auch Sinn macht, im April auf fabrikneue Sommerreifen umrüstet, kann sich ruhigen Gewissens auch für eine etwas größere Dimension entscheiden. Das gilt jedenfalls für die elf handelsüblichen Sommerreifen der Größe 225/45 R 17, die der Auto Club Europa (ACE) im Fahrbetrieb praktisch getestet hat. Diese Reifen sind ohne Ausnahme unter dem Strich entweder empfehlenswert (7 Mal) oder sehr empfehlenswert (4 Mal). Dabei haben die Tester gemeinsam mit Fachleuten der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) die Reifeneigenschaften auf nasser und trockener Fahrbahn sowie in den Bereichen Umwelt und Wirtschaftlichkeit begutachtet. Die überprüften Breitreifen konnten fast durch die Bank mit hohen Sicherheitsreserven selbst auf nasser Straße überzeugen. Bewertet haben die Tester die Fabrikate in insgesamt zwölf Kategorien.

Aus der Prüfung ging der sehr empfehlenswerte ContiSportContact 5 als Testsieger hervor; der Preis für einen Vierer-Satz dieser Reifen ist mit einem vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V ermittelten Durchschnittspreis von 556 Euro von allen getesteten Mitbewerbern allerdings auch am höchsten. Beim Einkauf schnitt am günstigsten der empfehlenswerte Apollo Aspire 4GXL ab, bei dem der Reifensatz lediglich um die 400 Euro kostet.

Und noch etwas ist mit Blick auf die Reifendimension zu bedenken: Gegenüber der für die Kompakt-Klasse noch gängigen Standardgröße 205/55 R 16 müssen Käufer von Reifen der getesteten größeren Dimension 225/45 R 17 generell mit rund 100 Euro mehr beim Einkauf rechnen, wobei die Kosten für Felgen dann noch dazu kommen.

Außerdem sollte jedem Liebhaber sportlicher Optik klar sein, dass der verringerte Querschnitt auch Einbußen beim Abrollkomfort nach sich ziehen kann. Denn die Reifenflanke ist zu einem großen Teil an der Federung und Dämpfung kleiner Fahrbahnunebenheiten beteiligt. Stöße von Kanaldeckeln und Fugen können daher stärker bis in den Innenraum durchdringen. Die flache, steife Reifenflanke sorgt andererseits aber auch für eine direktere Übertragung der Lenkbewegungen zur Straße hin. Der Reifen walkt und arbeitet weniger auf dem kurzen Weg zwischen Straße und Felge, was in der Summe ein direkteres Fahrgefühl vermittelt. Nicht zuletzt haben breitere Reifen auch einen höheren Luftwiderstand.

Noch eine weitere Empfehlung: Die regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks - unter anderem aus Gründen der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit - sowie ein Check der Profiltiefe ist außerordentlich wichtig und sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Der Reifen ist und bleibt nun einmal das einzige Bindeglied zwischen Straße und Fahrzeug. Auch die Misshandlung des Reifens durch das Anfahren scharfer Bordsteinkanten sollte tunlichst vermieden werden. Letzteres nehmen Niederquerschnittsreifen noch schneller übel als normale Reifen.