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Felgen - ABC

ABE
ABE steht für Allgemeine BetriebsErlaubnis und ist eine Kennzeichnung für Fahrzeugteile die den Auflagen entsprechen und somit eintragungsfrei sind. Für Österreich gelten in diesen Punkt andere Auflagen.

ADAPTERRAD/ ADAPTION/ FELGE
Adapterräder sind Räder, die in einem bestimmten Lochkreis (z.b. 5x112 – VW Passat etc) gefertigt werden. Das Mittelloch bei diesen Felgen wird auf den größtmögliche Durchmesser der in diesen Fahrzeug auf ein Fahrzeug passt gebohrt. Für Fahrzeuge mit kleineren Mittellochdurchmessern werden für diese Fahrzeuge Adapter (Ringe) gefertigt, die diese Differenz ausgleichen so daß das Rad ohne Spiel auf die Radnabe des Fahrzeuges passt. Der Vorteil an diesem System ist, dass eine Felge auf mehrere verschiedene Fahrzeuge passt – dies wirkt sich natürlich auch im Felgenpreis aus.

ACHTUNG – verbauen Sie niemals Felgen die mit oder ohne Adapterring nicht absolut spielfrei auf die Radnabe passen. Die Schrauben könnten sich bei der Fahrt lösen und Sie könnten sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden !

BESCHÄDIGUNG DURCH HOCHDRUCKREINIGER
Achten Sie bei der Reinigung von Felgen bitte darauf, einen Minimumabstand von zumindest 20cm zu Reifen und Felge zu halten. Der starke Druck könnte einerseits Schnitte in den Gummimantel des Reifen bringen und diesen damit beschädigen, auf der anderen Seite kann der Klarlack mit dem Felgen normalerweise als Schutz lackiert sind zum abspringen bringen.

DREITEILIGE FELGE
Dreiteilige Felgen bestehen aus drei wesentlichen Teilen, dem Felgenschüssel, dem Felgentragestern sowie dem Felgenhorn.

EINPRESSTIEFE
Die Einpresstiefen ist ein Anhaltspunkt dafür, wie gut oder schlecht ein Rad unter Ihren Kotflügel passt. Bei einer Einpresstiefe von null ist der Radflansch genau in der Mitte der Felge (also zwischen den beiden Felgenaußenkanten. Eine positive Einpresstiefe besagt, dass das Rad mehr Richtung innen steht. Eine Einpresstiefe von ET35 besagt also, dass das Rad um 35mm weiter nach innen steht. Je geringer die Einpresstiefe desto größer also die Spurbreite des Fahrzeuges. Hier ist allerdings zu beachten, dass die Felge nicht über den Kotflügel hinausragen darf.

FELGENBEZEICHNUNG/FELGENMASSE
Die Felgenbezeichnung im Gesamten mag Anfangs äußerst verwirrend erscheinen, wir möchten Ihnen hier einmal den komplettem Bezeichnungssatz der Felge näher bringen. Z.B.: 7J x 15 H2 ET35 LK 5x100
7             Felgenmaulweite in Zoll
J              Felgenhornausführung
x             Tiefbettfelge
15           Felgendurchmesse in Zoll
H2          Humpausführung (verhindert daß der Reifen in der Kurve ins Tiefbett rutscht
ET           Einpresstiefe
35           35 mm
LK           Lochkreis
5             Anzahl der Löcher
100         Lochabstand zwischen den Radmuttern in mm

FELGENPFLEGE
Bremsstaub, Straßenstaub oder im Winter Salz oder Rollsplit setzten Alufelgen im täglichen Verbrauch zu. Es ist daher unerlässlich diese Regelmäßig zu pflegen. Eine wöchentliche Reinigung ist grundsätzlich zu empfehlen, damit sich zum Beispiel Bremsstaub nicht in die Lackierung einfressen kann. Die möglichst mit vorhergesehenen Felgenreinigern und einer weichen Bürste. Beim abspülen bitte Vorsicht mit Hochdruckreinigern. Fall die Oberfläche durch einen Fremdkontakt oder Steinschlag beschädigt wurde, diese bitte ehestmöglich mit einem Lackstift zu versiegeln. Für größere Beschädigungen gibt es Spezialisten und Felgenkliniken.

FELGENSCHUTZHORN
Diverse Reifenhersteller statten die Seitenflanken Ihrer Reifen mit einem sogenannten Felgenschutzhorn auch Felgenrippe genannt aus, um das Felgenhorn vor mechanischen Beschädigungen zu schützen.

FREIGÄNGIGKEIT
Zur technischen Abnahme bei einer anerkannten Prüfstelle muss die Rad/Reifenkombination eine Freigängigkeit von min. 5mm in vollbeladenen Zustand gegenüber fest verbauten Teilen wie Spurstange, Karosserie und anderen Fahrzeugteilen aufweisen. Die kann länderspezifisch Änderungen unterliegen.

MONTAGEPASTE
Die Montagepaste wird zur leichteren Montage des Reifen auf Felge vor der Reifenmontage am Reifen aufgebracht. Sie sollten daher nach der Montage möglichst zumindest 24 Stunden mit dem Fahrzeug keine großen Beschleunigungs- oder Bremsmanöver durchführen, da der Reifen sonst auf der Felge in Längsrichtung verrutschen kann und dann eventuell die Wuchtung nicht mehr 100% stimmig ist. 

NABENKAPPE
Die Nabenkappe wird auf die Felge aufgesteckt und verdeckt das Mittelloch. Die Nabenkappe wird oft zusätzlich mit einem Herstelleremblem des Felgen oder Fahrzeugherstellers versehen.

Radbefestigung
Bei den handelsüblichen Befestigungen gilt es zwischen der Kegelbundmutter und Kegelbundschraube zu unterscheiden.

Speziell bei Radmuttern ist es wichtig, diese nur mit einem Drehmomentschlüssel anzuziehen,
da sonst der Stehbolzen auf dem die Mutter aufgeschraubt wird leicht abreißen kann. Dies bedeutet eine teure Reparatur die nur von der Fachwerkstätte durchgeführt werden kann.

RADLAST
Es handelt sich bei dieser Kennzahl um das Gewicht das auf diesem Rad lastet.

RADNABENBOHRUNG
Es handelt sich um die mittlere Bohrung mit der die Felge auf den Radflansch aufgesteckt wird.

SCHNEEKETTEN
Zur Nutzung von Schneeketten sind einige generelle Dinge zu beachten, die nicht nur Alufelgen betreffen.
a) Bei etlichen Breitreifengrößen ist eine Kettenmontage generell nicht möglich. Beachten Sie die bei der Dimensionsauswahl für den Winter.
b) Achten Sie vor dem Kettenkauf darauf dass die Kette für die verwendete Reifendimension freigegeben ist.
c) Achten Sie bei der Verwendung von Ketten und Alufelgen darauf, dass die Kette nicht auf der Felge schlägt. Die Lackierung könnte sonst beschädigt werden.
d) Ketten immer auf die Antriebsräder, bei Allradfahrzeugen in der Regel auf die Lenkachse. Im Zweifel beim Hersteller nachfragen.
e) Höchstgeschwindigkeit mit Kette 50km/h !
f)  Auf schneefreier Fahrbahn die Ketten ehestmöglich demontieren.
g) Nach Gebrauch die Ketten mit warmen Wasser vom Schmutz befreien und trocknen.
h) Ketten können normalerweise Repariert werden, des lohnt !

SPERRNUSS
Sperrnüsse sind zweiteilige Radschrauben oder Radmuttern. Sie werden dazu verwendet, Felgen vor Diebstahl oder Sabotage zu Schützen. Zum Lösen wird eine verzahnter Aufsatz auf das Gegenstück gesetzt. Hier ist darauf zu achten, dass diese Muttern mit höchster Vorsicht und richtigen Drehmoment fixiert werden um die Beschädigung zu vermeiden. Sollten Sie so eine Verbindung abdrehen, kann der Reifen meist nur durch aufbohren der Sperrschraube oder Mutter erfolgen. Dies zieht meist hohe Kosten in der Werkstatt mit sich.

 
TÜV GUTACHTEN
Das TÜV Gutachten ist die häufigste Form um Fahrzeugteile bzw. Tuningteile am Fahrzeug genehmigen zu lassen. Der Modus der Eintragung ist länderspezifisch. Das Gutachten enthält genaue Anweisungen und Auflagen die bei Verbauung der Teile zu beachten sind. Bei der Prüfstelle wird dann genau nach Anweisung des Gutachtens überprüft ob die Felge richtig verbaut worden ist und alle Auflagen erfüllt wurden.

VENTILE
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von Ventilen:
Gummiventile: Gummiventile werden durch die Felge gezogen und dichten selber ab. Diese Ventile sollten obligatorisch bei jedem Reifentausch gewechselt werden.
Schraubenventile: Sind aus Metall und werden mit der Felge verschraubt. Zum abdichten wird hier ein Dichtring verwendet.   

ACHTUNG, da Ventile sehr empfindlich sind empfiehlt es sich immer eine Dichtkappe zu verwenden!

VENTILABRISS
Achten Sie immer auf die richtige Länge des Ventiles, da ein Ventilabriß durch eine mechanische Beschädigung, zum Beispiel durch einen Bordstein immer einen sofortigen Druckverlust bedeutet.

ZOLL
Zoll ist eine amerikanische Längeneinheit:
1 Zoll = 25,4 Millimeter
1 Millimeter = 0,03937 Zoll

ZENTRIERRING
Zentrierringe gleichen bei Adapterrädern die Differenz zwischen Mittellochbohrung und Radnabe des Fahrzeuges aus.